Gute Geister, böse Kappas…

Fremdartige Wesen in alten japanischen Überlieferungen – Gewalt, Sex und Träume
Zum Buch „Geschichten aus Tono“ des Steinauer Grimm-Hauses (2)

Viele „Geschichten aus Tono“ sind thematisch, vor allem aber in der Art des Erzählens den Grimms Märchen sehr ähnlich. Allerdings wird auch von Erlebnissen mit äußerst fremdartigen Wesen berichtet.

„Böse alte Affen sind wie Menschen. Sie haben Sehnsucht nach Weibchen und entführen Frauen in den Dörfern. Sie bedecken ihr Fell mit Kiefernharz und streuen Sand darauf…“ Im alten Japan wurden nicht nur Affen den Menschen gefährlich, sondern wie in unseren heimischen Märchen auch Wölfe, Bären oder Hirsche.

Lebende begegnen längst Verstorbenen: „Als sich das Mädchen zu ihm wandte, merkte er, dass es die Tochter seines Herrn war, die vor zwei oder drei Jahren gestorben war.“ Oder Fukuji traf seine tote Ehefrau, die zu ihm sagte: „Ich bin nun mit diesem Mann verheiratet… Er merkte gar nicht, dass eine Tote zu ihm sprach.“

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