„Finale“ des 4. Land Art Festivals am Rande der Rhön 3. und 4. September

„Zwischen Zivilisation und Wildnis“

Schwebende Mooskugel, ein farbenfrohes Baumkleid, riesige Fotos von Menschen in Bäumen, verspiegelte Geisterfiguren… Um diese Werke zu selbständig zu betrachten, kommen täglich viele Neugierige zum Heiligenborn in Hutten am Rand der Rhön.

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„Ganz im Glück“ (links) / „Baumkuchen“ (unten)
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Zum „Finale“ am 3. und 4. September präsentiert das KulturWerk ein kleines Festivalprogramm:  Am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 20 Uhr sind dort viele Kreative anwesend und verführen zu Künstlergesprächen oder angeleiteten Kunstaktionen. Hannah Wölfel, Bildhauerin und Kunstpädagogin, macht um 14.30 und 17.30 Uhr Führungen über den Kunst-Parcours.

Manche Skulpturen werden dabei von Tänzerinnen der Compagnie ARTODANCE – Choreografie Monica Opsahl – zum Leben erweckt (Foto oben)

„Mutierte Wegschnecke“ von Norbert Blücher (unten)  Weiterlesen

4. Land Art Festival am Rande der Rhön Zwischen Zivilisation und Wildnis bis Ende August 2016

Am Wochenende vom 1. bis 3. Juli  präsentierten Künstlerinnen und Künstler ihre Kunstwerke in der Landschaft um Hutten-Heiligenborn am Rande der Rhön. Hier, an der „Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis“, können sie nun zwei Monate lang von Interessierten besucht werden.

Auf der Wiese oberhalb des Schwimmbads grüßt die Besucher die große, dort beim ersten Festival vor vier Jahren platzierte Doppelkopf-Skulptur Thomas Kippenbergs. „Damit man die wieder wahrnimmt“ hatte die Choreografin Monica Opsahl sie durch ihre Tänzerinnen erneut sichtbar gemacht. Hunderte von Menschen stromerten am Sonntag, geführt von der KulturWerkerin Hannah Wölfel oder alleine durch die Gegend um das Bergrestaurant.

Tänzerinnen belebten während der Führungen weitere Kunstwerke – etwa die von Gerwin von Monkiewitsch zu eisernen Pflanzen montierten Schaufeln (Schippendehls Traum“) oder schufen mit seltsamen Bewegungen eine fremdartige Atmosphäre im dunklen Gehölz um die fliegende „Schwerelos“ Thomas Kippenbergs. Tränen der kleineren Balletteusen gab es samstags, weil aufgrund des schlechten Wetters, alle Tänze ausfielen.

Sowohl in den Gesprächen mit anwesenden Künstlern als auch durch die geführten Gänge über den Kunst-Parcours wurde deutlich, dass sehr viele Werke durch weiter gestaltete Fundstücke entstanden. „Das Gassi gehen mit Hunden scheint die Kreativität besonders zu fördern“, meinte Werner Obländer augenzwinkernd. Er hatte dabei mal ein verbogenes Sägeblatt und ein halbes Vogelnest gefunden und zur NaturGewalt“ montiert. „Ich sammle alles und habe zwei Räume voll mit gefundenen Dingen“, erzählte Norbert Blücher, der eine Baumwurzel mit einer Riesenmuschel als „Mutierte Wegschnecke“ präsentierte. Birgit Hackbarth erblickte im Bauschutt eine weibliche Figur, „da wurde das Zeugs plötzlich wertvoll.“ Sie gestaltete den Fund weiter und fügte zur Frau noch einen Säugling aus Betonresten hinzu („Mutter mit Kind“). Weiterlesen