Ende Februar starb die Malerin und Bildhauerin Dorle Obländer mit 68 Jahren. Sie war eine weit über den Bergwinkel hinaus bekannte Künstlerin.
Von Hanswerner Kruse
„Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. / Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes / grausames Etwas, das ein Schönverbundnes / noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.“ (Rilke)
Wie haben wir in den letzten Monaten gefühlt, was Abschied heißt – Dorles Familie, Freundinnen und Freunde, Künstlerkollegen, Verehrer ihrer Kunst. Nach dem Ausbruch der unheilbaren Krankheit im Herbst letzten Jahres trafen wir uns im Supermarkt. In der Schlange an der Kasse sprach die Künstlerin von sich als „Die Todgeweihte“. Ihre Worte hatten etwas erschreckend Ironisches aber zugleich auch atemberaubend Offenes: Sie, die Todgeweihte, ging mit ihrem Abschied offen um.