Mit Spannung erwarteten Tanzfreunde „Aufwind“, die erste Inszenierung des Hessischen Staatsballetts nach der Fusion der Darmstädter und Wiesbadener Tanzbühnen.
Staatsballett – das klingt nach Beamtentänzen am Schwanensee, doch der dreiteilige Abend zeigt ein breites Spektrum modernen Tanzes.Die Trilogie beginnt mit der konventionellen Choreografie „Vom Anfang“ des neuen Ballettchefs Tim Plegge. Ein Teil der dunklen Bühne besteht aus einer schrägen Plattform, auf der zu romantischer Musik einzelne Tänzerinnen und Tänzer balancieren, herunterrutschen, sich berühren und wieder lösen. Dem Besucher schwant fürchterliches, erinnert diese Tanzerei doch an die zähen Arbeiten Mei Hong Lins, der letzten Choreografin. Doch die allzu gefällig Tanzenden werden von den Tönen György Kurtágs aufgestört und zu bizarren Bewegungen getrieben. Bei wechselndem Licht entstehen Bilder „Vom Anfang“, von gestrandeten, gescheiterten aber immer neu beginnenden Menschen. Weiterlesen