Ein Film zum Träumen: „Café Olympique“

Auf dem Französischen Filmfestival in Berlin stellte Robert Guédiguian seinen Film „Café Olympique“ vor, der jetzt in die Kinos kommt. Der Regisseur ist bekannt für seine engagierten politischen Filme („Der Schnee am Kilimandscharo“), doch das neue Werk sollte einfach nur leicht und spielerisch sein.

Langsam gleitet die Kamera zu dramatischer Opernmusik über grell weiße, wie mit Schnee oder Mehl bedeckte, hypermoderne Häuser und winzige Menschen. Je näher die Kamera an die Siedlung heranfährt, desto „wirklicher“ werden die Bilder, irgendwann landet sie im realistischen Antlitz, in den riesigen braunen Augen Arianes (Ariane Ascaride). Die rührt Teig, schlägt Sahne, bereit ihre Geburtstagsfeier vor.

Doch dann kommen Absagen, von ihrem Mann, den Kindern und Verwandten – deshalb haut Ariane enttäuscht und wütend einfach mit dem Auto ab. Nach einem harten Schnitt steht sie im Stau in den Docks von Marseille, laut dreht sie Rai-Musik auf, nach und nach kommen die Menschen aus den Autos und tanzen (Bild).

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